Neumatt – ein wichtiger Schritt für die Gemeinde

Neumatt entsteht in mehreren Etappen mitten in Spreitenbach beim Shoppi Tivoli – dort wo künftig auch die Limmattalbahn ankommt. Das Quartier bildet mit seinen grünen Freiflächen und Plätzen vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Begegnungszonen für alle Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher. In den Doppelhochhäusern und in den beiden Zeilenbauten entstehen Miet- und Eigentumswohnungen im mittleren und höheren Preissegment. Die Sockelgeschosse werden mit öffentlichen Nutzungen belebt.

Das Projekt - eine Übersicht

Neumatt entsteht beim Einkaufszentrum Shoppi und öffnet dieses nach aussen. Gleichzeitig verbindet es die bestehenden Ortsteile von Spreitenbach besser miteinander. Das Projekt des CS REF Interswiss besteht aus vier Wohnbaufeldern mit insgesamt ca. 600 Wohnungen. Zwei Baufelder sind für Doppelhochhäuser mit je zwei schlanken Gebäuden vorgesehen. Auf einem weiteren Baufeld entstehen Eigentumswohnungen. Ein neues Parkhaus erlaubt es, die oberirdischen Parkflächen beim Shoppi aufzuheben. Zu Neumatt gehören auch eine Esplanade, diverse Parks, Plätze und Wege. Zwischen Neumatt und dem Dorfkern möchte die Gemeinde Spreitenbach langfristig einen Stadtpark mit vielen Nutzungsmöglichkeiten realisieren.

Viel Grün, viel Raum, viel Leben

Dort, wo heute Asphalt und Beton dominieren, entsteht jede Menge grüner Lebensraum. Parkähnliche Freiräume, eine Esplanade, Spielplätze, Sportflächen und Ruheoasen machen aus dem Areal ein modernes und lebenswertes Quartier für alle Generationen. Auch das Shoppi öffnet sich nach aussen. Die Eingänge im Süden und Westen werden grosszügiger und einladender – und im Osten wird der frühere Eingang wieder geöffnet. Für Leben im Quartier sorgen die öffentlichen Nutzungen in den Sockelgeschossen der beiden Doppelhochhäuser – zum Beispiel Kindertagessstätten, Co-Working-Flächen und Gastroangebote. Auf den Dachflächen des Shoppis sind ökologische Ausgleichsflächen mit einzelnen Nutzungsinseln (Spielplätze, Gartenflächen) für die Bewohnerinnen und Bewohner aller angrenzenden Hochhäuser vorgesehen. Im Studienauftrag überzeugte das Landschaftsarchitekturbüro Studio Vulkan (Zürich) mit seinem pragmatischen, von Bäumen geprägten Ansatz, der schrittweise zusammen mit der Bevölkerung entwickelt und umgesetzt wird.

Zwei feingliederige Doppelhochhäuser

Im Studienauftrag siegten die beiden Architekturbüros aus Zürich, Atelier WW (Hochhaus Süd) und HILDEBRAND und Ruprecht Architekten (Hochhaus West). Sie ersetzten die ursprünglich vorgesehenen Hochhausscheiben mit zwei Doppelhochhäusern. Die schlanken Gebäude sorgen für eine bessere Durchsicht in Richtung Limmattal und Hüttikerberg und wirken mit ihrer zeitgenössischen Architektursprache attraktiv. Die beiden Doppelhochhäuser erlauben Wohnen über Eck – mit Aussicht in zwei Himmelsrichtungen.

Hochwertige Eigentumswohnungen

In der Auflage des Entwicklungsrichtplans Neumatt äusserte sich die Bevölkerung kritisch zu dem damals quer angeordneten Baufeld C mit einem langen Bau entlang der Baumgartenstrasse. Die Entwicklerin nahm diese Anliegen auf und hat das Baufeld neu positioniert. Dies ermöglicht zwei quer zur Baumgartenstrasse stehende Zeilenbauten. Das Team von Morger Partner Architekten und Studio Vulkan Landschaftsarchitektur plant in ihrem Projekt zwei Zeilenbauten mit rund 70 qualitativ hochwertigen, hellen, zweiseitig ausgerichteten Wohnungen mit unterschiedlichen Wohnungstypen

Wohnraum mit besten Aussichten

Wohnen im Hochhaus liegt im Trend. Und entsprechend gross ist auch die Nachfrage. Die schlanken Doppelhochhäuser von Neumatt erfüllen diese zeitgemässen Wohnwünsche in ganz besonderer Weise. Denn sie erlauben das Wohnen über Eck – mit Aussichten in zwei Himmelsrichtungen. Jede Wohnung verfügt über eine Loggia oder einen Balkon sowie über einen eigenen Waschturm. Die rund 500 Mietwohnungen liegen im mittleren und oberen Preisbereich. In Spreitenbach gibt es bisher kein vergleichbares Angebot.

Schlussbericht Studienauftrag

Den Schlussbericht zum Studienauftrag finden sie hier.

Quartierplatz: Sich treffen, verweilen, geniessen

Der neue Quartierplatz rund um den Zentrumsschopf ist ein Begegnungsort für alle Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher. Für das Treffen mit Freunden, für den Apéro vor den Veranstaltungen im Zentrumsschopf, für den Kaffee nach dem Einkauf im Shoppi, für ein gemütliches Feierabendbier – oder, um einfach einen Sommerabend in der Open-Air-Lounge zu geniessen.

Stadtplatz: Willkommen in Spreitenbach

Der neue Stadtplatz ist ein attraktiver Ankunftsort und Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr. Er entsteht zwischen Neumatt, Tivoli Garten, Shoppi und Limmatspot, also genau dort, wo sich Spreitenbach aktuell entwickelt. Dort werden künftig auch die Limmattalbahn und die Busse ankommen. Damit erhält die Gemeinde eine effiziente Drehscheibe mit den guten Verbindungen nach Zürich, ins Umland, in die Nachbarquartiere, zum Shoppi Tivoli und ins Dorf. Und: die ansprechende Gestaltung des Platzes vermittelt auf den ersten Blick ein lebendiges und positives Bild von Spreitenbach.

Verkehr? Geregelt!

Neumatt wird deutliche Verbesserungen für den Verkehr bringen: Fussgänger und Velofahrer profitieren von besseren und sichereren Verbindungen. Die neuen Haltestellen für Limmattalbahn und Busse machen den öffentlichen Verkehr attraktiver. Durch die bessere Anbindung an das ÖV-Netz, ein aktives Mobilitätsmanagement (z.B. Carsharing) und die Reduktion von Parkplätzen im Shoppi zugunsten von Neumatt. Die Baumgartenstrasse wird durch das neue Quartier sogar vom Lieferverkehr befreit. Denn die Zufahrt Shoppi erfolgt dann über die Pfadackerstrasse.

Nachhaltiges Quartier

Losinger Marazzi verfügt über grosse Erfahrung in der Entwicklung von nachhaltigen Quartieren. Nachhaltigkeit ist in der Strategie des Unternehmens über die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales verankert. Für die Realisierung von Neumatt bedeutet dies einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit, fortschrittliche Energielösungen (z.B. Energiegewinnung an der Fassade des Doppelhochhauses Süd), auf den Aufbau einer funktionierenden Gemeinschaft von Mietern und Eigentümern im neuen Quartier und auf die Vernetzung mit den umliegenden Quartieren.

Abgestimmte und langfristige Planung

Das Projekt Neumatt baut auf einer langjährigen Planung der Gemeinde Spreitenbach auf und orientiert sich an einer hohen Qualität und einer massvollen Verdichtung, welche in der räumlichen Entwicklungsstrategie der Gemeinde Spreitenbach (RES 2030, Mai 2016) festgesetzt ist. Um die Lage der Gebäude und die möglichen Nutzungen zu konkretisieren, führte der Eigentümer und Investor (CS REF Interswiss) eine Testplanung mit drei ausgewählten Teams durch. Auf Basis dieser Planung wurde der Entwicklungsrichtplan (ERP) erarbeitet. Diesen präsentierte die Gemeinde Spreitenbach 2016 der Bevölkerung und bat diese um Rückmeldungen. Die Rückmeldungen aus dieser Mitwirkung flossen wiederum in das Projekt und die weitere Entwicklung ein. Um die städtebauliche Situation und die Setzung der Gebäude aus dem Entwicklungsrichtplan zu konkretisieren, führte Losinger Marazzi zwischen Januar und Juni 2018 einen Studienauftrag mit sieben Teams durch.

Meilensteine

Am 26. November 2019 stimmt die Gemeindeversammlung über die notwendige Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung ab. Der Gestaltungsplan soll im Frühling 2020 vor den Gemeinderat kommen. Danach folgen Bauprojekte, die vom Gemeinderat bewilligt werden müssen. Der Baubeginn ist ca. für 2022 vorgesehen. Die Realisierung erfolgt in Etappen.

  1. 2029
    Frühester Bezugstermin 2. Etappe

    Der Bezug der zweiten Etappe ist frühestens per 2029 vorgesehen.

  2. 2026
    Frühester Bezugstermin 1. Etappe

    Eine erste Etappe ist frühestens per 2026 bezugsbereit.

  3. 2023
    Baubeginn

    Der Baubeginn ist allerfrühestens für 2023 vorgesehen. Die Realisierung erfolgt in Etappen.

  4. 2020–2021
    Bauprojekt

    Nach Bewilligung des Gestaltungsplans folgen die Bauprojekte, die von der Gemeinde bewilligt werden müssen.

  5. Sommer 2020
    Genehmigung Gestaltungsplan

    Der Gemeinderat bewilligt den Gestaltungsplan. Voraussetzung dafür ist die Annahme der Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung durch die Gemeindeversammlung. Im Gestaltungsplan werden die baurechtlichen Grundlagen und die geforderten Qualitäten der Überbauung gesichert.

  6. 14. Januar 2020
    Abstimmung BNO

    Über die Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung wird an der Gemeindeversammlung am 14. November 2020 abgestimmt. Parallel zur Teilrevision läuft das Gestaltungsplanverfahren. Der Gestaltungsplan wird vom Gemeinderat voraussichtlich im Sommer 2020 verabschiedet.

  7. 12. August – 10. September 2019
    öffentliche Auflage

    Die öffentliche Auflage zur Teiländerung BNO fand vom 12. August bis am 11. September 2019 statt.

  8. 17. März - 15. April 2019
    öffentliche Mitwirkung

    Die öffentliche Mitwirkung zu den Planungsinstrumenten Teiländerung BNO und Gestaltungsplan Neumatt Nord fand zwischen 18. März - 15. April 2019 statt. Den Mitwirkungsbericht finden Sie hier

  9. Herbst 2018
    Ausarbeitung Gestaltungsplan und BNO

    Die Ergebnisse aus dem Studienauftrag und der Partizipation fliessen in dieTeilrevision Bau- und Nutzungsordnung sowie den Gestaltungsplan ein. Diese Planungsinstrumente werden öffentlich aufgelegt und die Bevölkerung kann dazu Stellung nehmen.

  10. ab Juni 2018
    Partizipation

    Die Bevölkerung erhält an einem Workshop die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Themen, wie etwa zur Gestaltung des Freiraums zu äussern. Im Laufe des Entwicklungsprozesses werden weitere Workshops folgen. Die Begleitgruppe mit verschiedenen Vertretern aus Politik, Nachbarn und Freizeitvereinen trifft sich in regelmässigen Abständen. Sie unterstützt das Projekt bis zur Realisierung.

    Zu den Details.

  11. Januar–Juni 2018
    Studienauftrag

    Um die städtebauliche Situation und die Setzung der Gebäude zu konkretisieren und Vorschläge zum architektonischen Ausdruck und zum Freiraum zu erhalten, führte Losinger Marazzi zwischen Januar und Juni 2018 einen Studienauftrag mit sieben Planungsteams durch.

    Zu den Resultaten des Studienauftrages.

  12. 2016–2018
    Entwicklungsrichtplan und Mitwirkung

    Die Spreitenbacher Bevölkerung hat Möglichkeit zur Mitwirkung im Entwicklungsrichtplan Neumatt intensiv genutzt. Der Gemeinderat hat die Eingaben ausgewertet und in einem Bericht dazu Stellung bezogen.

  13. Oktober
    Losinger Marazzi übernimmt Entwicklung

    Der CS REF Interswiss beauftragt den Immobilienentwickler und Totalunternehmer Losinger Marazzi mit der weiteren Entwicklung und der Realisierung von Neumatt.

  14. September 2016
    Gang an die Öffentlichkeit

    Der Eigentümer CS REF Interswiss präsentiert der Öffentlichkeit seine Pläne für Neumatt.

  15. Mai 2016
    Räumliche Entwicklungsstrategie der Gemeinde Spreitenbach

    Der Gemeinderat Spreitenbach genehmigt die räumliche Entwicklungsstrategie für das gesamte Gemeindegebiet. Neumatt ist ein wichtiger Teil davon.

  16. Frühling 2016
    Entwicklersuche per Wettbewerb

    Credit Suisse schreibt das Projekt Neumatt Spreitenbach in einem Entwicklerwettbewerb aus. Losinger Marazzi setzte sich mit einem vielseitigen und durchdachten Konzept, inklusive des Einbezugs der Bevölkerung und zukünftiger Nutzer, durch.

  17. Mai 2014
    Annahme des neuen Raumplanungsgesetzes

    Die Schweizer Bevölkerung nimmt das neue Raumplanungsgesetz an. Dieses fordert eine Siedlungsentwicklung nach innen, an gut erschlossenen Standorten und nicht am Siedlungsrand. Auch in der Gemeinde Spreitenbach wird das Gesetz angenommen.

  18. 1960er-Jahre
    Realisierung des Einkaufszentrums Shoppi

    Die Vision einer Verbindung zwischen dem Shoppi und dem alten Dorfkern von Spreitenbach geht auf die 1960er-Jahre zurück und war bereits Bestandteil der ersten Überlegungen für das Einkaufszentrum Shoppi. Auch die nun geplanten zwei Hochpunkte waren damals bereits vorgesehen.

Projektbeteiligte

Neumatt ist ein komplexes Entwicklungsprojekt, das ein enges Zusammenwirken aller beteiligten Akteure und Betroffenen voraussetzt. Nur so kann das Quartier zu einem Ganzen zusammenwachsen, das mehr ist als die Summe seiner einzelnen Teile.

Grundeigentümer

Grundeigentümer und Investor von Neumatt ist der Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss (CS REF Interswiss), ein Immobilienfonds der Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG.

Entwicklung und Realisation

Die Losinger Marazzi AG ist mit der Entwicklung und der Realisation von Neumatt beauftragt. Sie hat viel Erfahrung im Bereich nachhaltiger Quartierentwicklung.

Gemeinde Spreitenbach

Die Gemeinde Spreitenbach ist auf verschiedenen Ebenen in das Projekt involviert. Einerseits nimmt sie ihre gesetzlichen Aufgaben als Planungs- und Bewilligungsbehörde wahr. Anderseits ist sie als Grundeigentümerin des Gebiets involviert, auf dem sie den Stadtpark realisieren will.

Bevölkerung von Spreitenbach

Neumatt soll für die Gemeinde Spreitenbach und ihre Bevölkerung möglichst grossen Nutzen generieren. Das Motto lautet: «Gemeinsam die Zukunft von Spreitenbach entwickeln». Es ist deshalb wichtig, die Bedürfnisse der Bevölkerung genau zu kennen. Eigentümer und Entwickler pflegen deshalb mit ihr und ihren Vertreterinnen und Vertretern einen engen Dialog.

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