Dialog als Grundsatz

Neumatt liegt mitten in Spreitenbach und wird für die Bevölkerung der Gemeinde zu einem neuen Lebensraum, der allen offensteht. Losinger Marazzi und der CS REF Interswiss wollen das Quartier deshalb zusammen mit der Bevölkerung Spreitenbachs gestalten – in einem aktiven und strukturierten Dialog. Alle Interessierten können mitmachen und ihre Hinweise und Ideen einbringen.

Eingebunden in Spreitenbach

Eine wichtige Aufgabe im Dialog hat der Gemeinderat Spreitenbach. Er vertritt die Interessen der Bevölkerung. In dem Studienauftrag für Neumatt war er deshalb im Beurteilungsgremium als Experte vertreten.
Darüber hinaus begleitet eine Begleitgruppe den gesamten Entwicklungs- und Realisierungsprozess. Losinger Marazzi hat dazu verschiedene Institutionen und Gruppen eingeladen. Ziel der Begleitgruppe ist, Neumatt in wichtigen Themen mitzugestalten. Sie trifft sich zwei- bis dreimal jährlich.

Folgende Institutionen und Gruppen haben sich bereit erklärt, in der Begleitgruppe mitzuwirken:

Ortsparteien CVP, SVP, SP, FDP
Pro Spreitenbach
Kanton Aargau, Abteilung BVU/ARE
Industrie- und Handelsverein Spreitenbach
FC Spreitenbach
STV Spreitenbach
Naturschutzverein Spreitenbach/Killwangen
Skatergruppe Spreitenbach
Gemeindeverwaltung Spreitenbach
Umweltarena
Alterszentrum Senevita
1 Vertreter der Bewohner des Hochhauses Shopping-Center 7/9
Shoppi Tivoli

Persönlich mitgestalten

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Spreitenbach haben das Projekt Neumatt stark verbessert. Ihre Rückmeldungen aus Begleitgruppe, Workshops und Mitwirkung haben zum Beispiel dazu geführt, dass die früher geplanten Hochhausscheiben durch zwei schlanke Doppelhochhäuser ersetzt worden sind. Auch bei der Entwicklung des Stadtplatzes und des Stadtparks können sich die Spreitenbacherinnen und Spreitenbacher aktiv einbringen. Neumatt – eine Entwicklung mit der Gemeinschaft für die Gemeinschaft.
Die Bevölkerung wird auch weiterhin die Möglichkeit erhalten, beim Projekt mitzuarbeiten. Hier informieren wir Sie rechtzeitig über bevorstehende Veranstaltungen.
Im Downloadbereich Dialog finden Sie die Berichte der einzelnen Veranstaltungen

Fragen & Antworten

Fragen zur Entwicklung in Spreitenbach

Warum soll Spreitenbach wachsen?

Die zentrale Frage ist: Welches Wachstum will Spreitenbach und wie kann dieses gesteuert und als Chance wahrgenommen werden? Wenn Spreitenbach das Wachstum nutzen will, braucht es die Neumatt, da sie hochwertigen Wohnraum schafft. Sie verbindet die Dorfteile und schafft dort, wo die Limmattalbahn ankommt, eine für alle attraktive Mitte. Die Neumatt ist für Spreitenbach ein wichtiger Baustein für eine gute Zukunft. Mit Neumatt gibt es keinen Siedlungsdruck auf unbebaute Gebiete und der alte Dorfkern behält seinen Charakter.

Kommt es nicht zusammen mit den neuen Einwohnern im Tivoli Garten und anderorts zu einer Bevölkerungsexplosion?

Nein. Das Wachstum von Spreitenbach bewegt sich innerhalb der vorgesehenen und mit dem Kanton Aargau für die gesamte Wachstumsregion Limmattal vereinbarten Bahnen. Die Realisierung der verschiedenen Projekte erfolgt aufeinander abgestimmt. Neumatt wird zudem in Etappen realisiert.

Was passiert, wenn die Teilrevision BNO abgelehnt werden sollte? Gibt es einen Plan B?

Nein. Bei einem Projekt dieser Grössenordnung kann nicht noch ein zweites Projekt parallel ausgearbeitet werden. Wird das Projekt nicht realisiert, bleibt die Mitte von Spreitenbach deshalb so, wie sie jetzt ist: Grau, von Parkflächen dominiert, leblos. Die positiven Impulse für die Gemeindefinanzen und für das Image von Spreitenbach blieben aus. Und dies, während andere Gemeinden im Limmattal ihre Chance nutzen.

Wird Neumatt auf einmal realisiert?

Nein, Neumatt wird in Etappen und abgestimmt auf den Markt realisiert. Allerfrühester Baubeginn ist Ende 2022. Die erste Etappe wäre dann frühestens 2026 bezugsbereit, die zweite Etappe frühestens 2029. Dies zeigt, dass die Neumatt ein sehr langfristiges Projekt ist und die Entwicklung in verträglichen Etappen erfolgt. Sollten Einsprachen gegen das Projekt eingehen, verschiebt sich die Entwicklung nach hinten.

Wie hoch sind die beiden Hochhäuser?

Die beiden Hochhäuser sind ca. 100 Meter hoch. Sie sind somit rund 25 Meter (oder 8 Stockwerke) höher als die benachbarten bereits bestehenden Hochpunkte, richten sich jedoch in ihren Proportionen (Höhe, Grundfläche, Volumen) nach diesen aus. So entsteht ein auch visuell stimmiges Ensemble.

Wer wird in Neumatt leben?

Leben in Hochhäusern liegt im Trend – und Neumatt ist für Menschen aus der ganzen Region interessant. Erfahrungsgemäss leben in Hochhauswohnungen mehr kinderlose Paare und Singles als Familien. Deshalb sind in Hochhäusern mehr Personen erwerbstätig als in normalen Wohnblöcken. Sie verfügen im Vergleich auch über höhere Einkommen. Dies wird in Neumatt auch so sein – zumal der Wohnungsmix einen hohen Anteil an kleineren Wohnungen aufweist und die Wohnungen im mittleren und oberen Preisbereich liegen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Neumatt werden deshalb einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Steueraufkommen in Spreitenbach leisten. Zusätzliche Infos finden Sie im Bericht von Wüest Partner.

Können die Hochhäuser zum sozialen Brennpunkt werden?

Eigentümer von Neumatt ist der Immobilienfonds CS REF Interswiss. In diesem Fonds sind viele Pensionskassengelder investiert. Für den Eigentümer ist es sehr wichtig, den Wert ihrer Liegenschaft langfristig zu erhalten. Er wird Neumatt deshalb gut bewirtschaften und unterhalten – wie er dies auch beim Hochhaus Shoppi bereits macht. Der CS REF Interswiss hat bereits bei der Renovation des Shoppi-Hochhauses und an vielen anderen Orten bewiesen, dass ihm die langfristige Werterhaltung der Bausubstanz ein grosses Anliegen ist.

Kann die Gemeinde Spreitenbach das Wachstum finanziell verkraften?

Der Standort Neumatt hat den Vorteil, dass viele Infrastruktureinrichtungen wie zum Beispiel Strassen und Kanalisationen bereits vorhanden sind. Die Investitionsplanung zeigt auf, wie die entsprechenden Infrastrukturen angepasst und erweitert werden sollen und ist auf einen Zuwachs auf mindestens 15'000 Einwohner abgedeckt. Auf der Einnahmenseite geht der Gemeinderat davon aus, dass mit der Neumatt tatsächlich eine Kehrtwende und ein steigendes Steuersubstrat erzielbar sind.

Werden die Gemeindesteuern wegen Neumatt erhöht?

Nein. Eine etwaige Steuererhöhung erfolgt nicht wegen Neumatt, sondern ist auf verschiedene ohnehin notwendige zukünftige Investitionen zurückzuführen. Neumatt bietet Wohnungen in der mittleren und höheren Preisklasse. Deren Bewohner werden eher überdurchschnittlich viel Steuern zahlen.

Schafft Neumatt für die Gemeinde zusätzliche Kosten?

Eher im Gegenteil: Das renommierte Beratungsunternehmen Wüest Partner untersuchte im Auftrag der Gemeinde und von Losinger Marazzi anhand der künftigen Bewohner und deren Einkommen mögliche Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen. Das Resultat: Die Auswirkungen sind positiv. Hier finden Sie die Studie.

Leistet der Eigentümer eine Mehrwertabgabe?

Der Immobilienfonds CS REF Interswiss leistet einen Mehrwertausgleich von CHF 13,5 Mio. Die Gemeinde erhält CHF 5,5 Mio. in bar (z.B. für den Unterhalt des Stadtplatzes) und CHF 8 Mio. in Form von Realleistungen (z.B. für den Bau des Stadtplatzes).

Entsteht in Neumatt nicht sehr viel Mehrverkehr?

Nein. Neumatt wird kaum Mehrverkehr erzeugen. Ein innovatives Mobilitätsmanagement und die Limmattalbahn sorgen dafür, dass mehr Menschen den ÖV nutzen. Es gibt eine Umlagerung von Shoppi-Parkplätzen in Wohnparkplätze. Und die Baumgartenstrasse wird sogar vom Anlieferungsverkehr entlastet.

Wird die Baustelle nicht viel Lärm, Verkehr und Staub zur Folge haben?

Es stimmt, dass es eine gewisse Belastung geben wird – dafür ist die Ortsmitte von Spreitenbach dafür aber nachher auch fertig gebaut. Die Realisierung von Neumatt erfolgt zudem in Etappen – und so wird die Belastung auch nicht immer am selben Ort sein. Ziel ist, die Belastung für die Nachbarn und die gesamte Gemeinde so gering wie möglich zu halten. Losinger Marazzi wird dazu mit der Gemeinden und weiteren Betroffenen ein spezielles Konzept für die Baustellenlogistik erarbeiten.